Der hohe Dom zu Mainz zählt zu einem der meist beeindruckenden Bauten des Landes Rheinland-Pfalz. Die Bischofskirche der römisch-katholischen Diözese steht unter dem Patrozinium der heiligen Maria von Tours und zieht aufgrund ihrer Schönheit jährlich zahlreiche Besucher an.
Der zu den Kaiserdomen gehörende Bau ist dreischiffig und entspricht einer romanischen Pfeilerbasilika. In ihr finden sich sowohl romanische wie auch gotische und barocke Elemente wieder.
Der hohe Dom zu Mainz machte im Laufe seiner Geschichte vor allem durch die vielen Königskrönungen von sich reden. Dies war jedoch vor allem im Mittelalter ungewöhnlich, da zu jener Zeit vor allem Aachen als traditionelle und legitime Krönungsstadt galt. Vielfach wurden die Zeremonien im Dom zu Mainz deshalb von vielen Gegnern als nicht gültig bezeichnet. Zahlreiche Brände in der Bischofskirche sorgten dann weiter dafür, dass erneute Krönungen von nun an wie gehabt in Aachen stattfanden.
Der Mainzer Dom hat im Laufe seiner Zeit viele seiner Schätze verloren. Trotz allem ist er auch heute noch ein Dom, indem sich die reichste Kirchenausstattung der Christenheit finden lässt. Besonders erwähnenswert sind hier beispielsweise die Grabdenkmäler einiger Prälaten und Erzbischöfe. Ebenfalls beherbergt der Mainzer Dom eine umfangreiche Sammlung aus dem einstigen Römischen Reich. Die Grabdenkmäler selbst zeugen von der Tatsache, dass sich die einstigen Mainzer Erzbischöfe als ranghöchste Reichsfürsten und somit als Vertreter des Papstes und der Primas Germania sahen. Sie dienen als Zeugnis davon, dass es sich hierbei um ein großes Privileg handelte, Erzbischof im hohen Dom zu Mainz gewesen zu sein.
Allerdings wurden nicht nur die Bischöfe in den Grabkammern zur Ruhe gelegt. Auch die einstigen Mitglieder des Mainzer Domkapitels ließen sich hier Grabkammern errichten.
Besucher des Doms ist es möglich, auch anhand der Grabkammern zu erkennen, wie sich der Stil der jeweiligen Epochen auch hier geändert hat.
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