Historisches Mainz

Verfasst von Oliver Schmid

Die rheinland-pfälzische Landeshauptstadt Mainz darf auf eine lange Geschichte zurückblicken. Die Entstehungsgeschichte beginnt bereits viele Jahre v. Chr. Und ist geprägt durch das Militär, was bereits anhand des römischen „Mogontiacum“ deutlich wurde, welches erst durch die Errichtung eines Legionslagers möglich wurde.

Da Mainz gegenüber der Mainmündung auf einem Hochplateau liegt, hatte die Stadt historisch eine große strategische Bedeutung. Als Grenzposten des sogenannten „wilden Germaniens“ diente sie als Ausgangspunkt zahlreicher militärischer Operationen. Das Gründungsdatum der Stadt ist gleichzusetzen mit dem Gründungsdatum des Mogotiacums und seine Existenz hat Mainz somit auch denn auch dem römischen Militär zu verdanken.

Auch im späten Mittelalter spielt das Militär hier eine große Rolle, denn Mainz galt zu diesem Zeitpunkt als Festungs- und auch als Garnisonsstadt. 300 Jahre lang gab es rund um die Stadt Mainz über 300 Befestigungslinien, zu denen beispielsweise die barocken Forts, die bastionären Stadtbefestigungen und zu Beginn des 20. Jahrhunderts auch die modernen Bunker zählten.

Die Einwohner der Stadt hatten es in diesen Zeiten nicht immer sehr leicht, denn die Stadt war aufgrund der Festungswerke in zwei Lager gespalten. Auch die zeitweise starken Garnisonen sorgten dafür, dass viele Wohnungen verloren gingen oder Grundstücke enteignet wurden.

Auch die ständigen Belagerungen sorgten dafür, dass Mainz zunehmend in Mitleidenschaft gezogen wurde.

Mitte des 19. Jahrhunderts dann, konnte den Anforderungen einer wachsenden Bevölkerung kaum mehr nachgekommen werden. Die Industrialisierung tat ihr Übriges und erst mit der Unterzeichnung des Versailler Vertrages konnte den wachsenden Problemen entgegengewirkt werden. Von nun an galt Mainz nicht mehr als Festungsstadt.

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