Wechselwirkungen bei Medikamenten

Verfasst von Felix

Wechselwirkungen bei Medikamenten stellen ein Problem dar, das oft unterschätzt wird. Laut statistischen Angaben werden in Deutschland pro Jahr etwa 470 Millionen Rezepte ausgestellt. Ungefähr 2 % davon, knapp 10 Millionen in absoluten Zahlen, verursachen gesundheitliche Probleme. Davon ist rund ein Drittel potenziell gesundheitsgefährdend. Jährlich entsteht dadurch ein volkswirtschaftlicher Schaden von mehr als 500 Millionen Euro. Wechselwirkungen treten dann auf, wenn mehrere Medikamente über denselben Zeitraum eingenommen werden. Dadurch können sich die Wirkungen der Arzneimittel verstärken oder abschwächen. Gleichzeitig vermögen auch Nebenwirkungen aufzutreten. Lebensmittel können ebenfalls Wechselwirkungen mit Medikamenten eingehen. Ein bekanntes Beispiel ist die sogenannte Antibabypille, deren Wirkung durch Antibiotika abgeschwächt oder sogar aufgehoben wird. Die Wirksamkeit von Antibiotika dagegen wird durch Milch abgeschwächt.

Das Gesagte trifft natürlich auch auf die Arzneimittel in der Reiseapotheke zu. Schon bei der Zusammenstellung dieses wichtigen Teils des Reisgepäcks sollte man sich über mögliche Wechselwirkungen informieren. Die beste Informationsquelle darüber ist der Hausarzt. Es liegt im Interesse der eigenen Gesundheit, sicherzustellen, dass er über alle verordneten Medikamente Bescheid weiß. Dazu gehören auch Arzneimittel, die von Fachärzten verordnet werden. Normalerweise informiert ein guter Facharzt immer den Hausarzt über die durchgeführte Behandlung und die verordneten Heil- und Hilfsmittel. Trotzdem sollte der Patient dieses Thema zur Sicherheit beim nächsten Termin beim Hausarzt zur Sprache bringen und die Information von sich aus weitergeben.

Am besten ist es natürlich, solche Wechselwirkungen erst gar nicht entstehen zu lassen. Eine einfache Regel besteht darin, Medikamente nur dann einzusetzen, wenn sie unbedingt notwendig sind. Es ist beispielsweise falsch, bei jedem Kratzen im Hals gleich zu starken Arzneimitteln zu greifen. Für solche Probleme gibt es bewährte Naturheilmittel. Auch rezeptfreie Medikamente wie Schmerzmittel können Wechselwirkungen mit anderen Arzneien verursachen. Daher ist es besser, sie sparsam einzusetzen, zumal sie ebenfalls oft Nebenwirkungen auslösen.

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